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Yorkshire Terrier mit einem Knochen als Sinnbild für Teilbarf

Teilbarf


Wer seinen Hund nicht gänzlich barft, aber doch regelmäßig Rohfleisch, Knochen, Innereien, Obst und Gemüse füttert, der füttert Teilbarf. Der Begriff umfasst also so ziemlich jede Mischfütterung aus Fertigfutter und Barf. Landen nur hin und wieder ein Knochen, ein bisschen frischer Pansen oder ein schönes Stück Fleisch im Napf, braucht man sich keine Gedanken über die Ausgewogenheit zu machen. Es genügt, wenn Sie die üblichen Kleinigkeiten beachten (Knochen fleischig, Fleisch immer mit ein paar Ballaststoffen füttern und Ähnliches).

Wer seinem Hund regelmäßig einen größeren Anteil an Rohfütterung zukommen lässt – also etwa 20 Prozent der Tagesration oder mehr – sollte eine genaue Rationsberechnung durchführen. Dann heißt es: einen Plan für den Barfanteil erstellen. Denn hier droht eine Nährstoffunterversorgung, wenn nicht alle üblichen Komponenten der Rohfütterung im Napf landen.


Wie berechne ich die Menge an Fleisch und Co. beim Teilbarf?

Das ist aber gar nicht so aufwendig, wie es vielleicht klingt. Es braucht lediglich etwa 50 bis 60 Prozent Fleisch, wovon 10 Prozent Pansen, Blättermagen und Leber ausmachen. Der Rest besteht aus Muskelfleisch. Dazu kommen 10 Prozent Knochen und 30 Prozent Beilage – das heißt grünes Gemüse, buntes Gemüse und Obst zu gleichen Teilen. Am besten berechnen Sie die Ration wie beim Barfen und halbieren oder vierteln sie – abhängig davon, wie oft Sie Barf füttern. Beim Teilbarf müssen nicht alle Komponenten täglich in voller Menge gefüttert werden.

Hier allerdings ein paar Tipps: Fleisch sollte Sie immer mit Beilage (Obst und Gemüse) füttern. Außerdem gehört ein wenig Öl in jede Mahlzeit, am besten ein hochwertiges mit den bekannten, gesunden Fettsäuren Omega-3 und Omega-6. Innereien und Knochen können auf ein bis zwei Mahlzeiten in der Woche konzentriert werden.

Die Futtermenge wird wie bei der Rohfütterung auch erst einmal mit zwei bis drei Prozent des Körpergewichts berechnet, ausgehend von einem normal aktiven, gesunden, ausgewachsenen Hund. Als Beispiel: Wiegt der Hund 20 Kilogramm, ergibt das 0,4 Kilogramm Futter, sprich 400 Gramm. Das Ergebnis wird jetzt einfach auf den entsprechenden Barfanteil runtergebrochen. Das ergibt bei 50 Prozent 200 Gramm, bei einem Viertel 100 Gramm und so weiter. Die Menge an Fertigfutter wird ebenso berechnet: die gesamte Tagesration geteilt durch den entsprechenden Wert.

 

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