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Sinnbild für einen zugelaufenen Hund

Hund gefunden / zugelaufen – was tun?

Wer in Deutsch­land einen Hund findet, kann meist davon aus­ge­hen, dass es sich nicht um einen Stra­ßen­hund, sondern um einen ver­miss­ten Haus­hund handelt. Doch wie bringt man den zurück zu seinem Besit­zer?

Den Hund einfangen – geht das?

Nicht immer einfach und nicht immer machbar. Nicht umsonst steht auf vielen Suchmeldungen, dass kein Einfangversuch unternommen werden soll. Der erste Schritt ist daher: Foto machen. Dank Handy heutzutage kaum ein Problem. So können Sie die Sichtung des Hundes melden, sollten Sie auf eine zu ihm passende Suchmeldung stoßen.

Je nach Situation könnte sich ein Einfangversuch lohnen. Manche Hunde sind zutraulich und kommen direkt auf einen zu. Im besten Fall tragen sie ein Halsband mit einer Telefonnummer oder einer TASSO-Marke. Dann brauchen Sie nur noch die Nummer anzurufen und abzuwarten. Trägt der Hund keine Marke, können Sie den Tierschutz verständigen und den Hund solange an Ort und Stelle halten.

Geht der Hund jedoch zurück, zeigt die Zähne, knurrt und zeigt sons­tige Anzei­chen von Angst oder Aggres­sion, ist es besser, erstmal Abstand zu nehmen. Der Hund könnte Sie aus Angst beißen oder außer Sicht davonrennen und damit erneut verloren gehen. Verständigen Sie in diesem Fall dennoch den Tierschutz und machen Sie wenn möglich ein Foto von dem Hund – vielleicht keinen ihn die Tierschützer im Umkreis bereits.

Die meisten Tiere lassen sich aber wenigs­tens mit Futter (Wurst, Käse oder ähn­li­che Lecke­reien) an Ort und Stelle halten, bis Hilfe ein­ge­trof­fen ist. Wer den Hund auf Anhieb als gesucht erkennt, kann auch gleich die Nummer aus der Such­mel­dung wählen und auf den Halter warten.

Ich habe den Hund eingefangen, doch was mache ich jetzt mit ihm?

Sollte sich der Hund ein­fan­gen lassen, hängt es von Ihrer Situa­tion ab, was Sie nun tun können. Zunächst freut sich das Tier sicher­lich über etwas Wasser und viel­leicht sogar Futter, je nachdem, wie lange der Hund schon unter­wegs ist. Soweit möglich sollte der Hund nach Ver­let­zun­gen unter­sucht werden, die even­tu­ell einer sofor­ti­gen Behand­lung bedür­fen. Ist dies der Fall, sollten Sie vor dem Gang zum Tier­arzt das Ord­nungs­amt über den Fund infor­mieren. Ansons­ten bleiben Sie auf den Behand­lungs­kos­ten für den fremden Hund sitzen.

Als nächstes steht die Suche nach dem Halter im Mittelpunkt: Trägt der Hund eine Marke mit seiner Hei­ma­t­adresse, ist er einfach nach Hause zu bringen. Trägt er eine TASSO-Marke, muss ledig­lich die darauf ste­hende Nummer tele­fo­nisch an TASSO durch­ge­ge­ben werden. Sollte der Hund nur eine Täto­wie­rung im Ohr haben, lohnt eben­falls ein Anruf bei TASSO. Sel­bi­ges gilt, wenn der Hund eine Plakette eines anderen, even­tu­ell nicht erreich­ba­ren Haus­tier­re­gis­ters trägt.

Sollten weder noch erkenn­bar sein, ist der Tierarzt die nächste Anlaufstelle. Dieser kann den möglicherweise vorhandenen Trans­pon­der­chip ablesen. Auch über diese Nummer können Sie bei TASSO und dem deutschen Haustierregister tele­fo­nisch eine mög­li­che Such­mel­dung abfragen. Auf Petmaxx.com können Sie mit der Trans­pon­der­num­mer online prüfen, ob der Hund bereits gesucht wird. Petmaxx ist eine Art Schnittstelle für mehrere Haustierregister.

Sollte der Hund keine Kenn­zeich­nung haben, könnte Sie ein all­ge­mei­ner Blick in die Such­mel­dun­gen von TASSO oder dem deutschen Haustierregister weiterbringen. Man­cher­orts gehen Such­mel­dun­gen auch bei der Polizei ein, wenn kein ent­spre­chen­der Verein vor Ort exis­tiert. Ein paar Nach­fra­gen in der wei­te­ren Nach­bar­schaft, ob jemand den Hund kennt, lohnen sich unter Umstän­den eben­falls.

Wenn Sie sich selbst engagieren und den Halter finden möchten, können Sie eine Fund­mel­dung bei TASSO erstel­len und Plakate in Tier­hei­men, bei Tier­ärz­ten sowie in Tier­lä­den und an schwar­zen Bret­tern ver­tei­len. Auch beliebte Hundelaufrouten eignen sich gut, um solche Plakate zu verteilen. Ebenso der Bereich, in dem der Hund gefunden wurde. Wer ihn vermisst, wird mit ein bisschen Glück eben dort mit seiner Suche beginnen.

Bleibt auch das frucht­los, sollten Sie die umlie­gen­den Tier­heime und Tier­schutz­ver­eine infor­mieren. Wenn Sie den Hund nicht selbst behal­ten können, muss er wohl oder übel an eine dieser Anlaufstellen übergeben werden.

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