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ein Pitbull als SInnbild für die Listenhundbestimmungen

Verordnungen der Bundesländer Deutschlands für Listenhunde

Die nach­ste­hende Tabelle zeigt alle Hunderassen, die in deutschen Bundesländern auf den Ras­se­lis­ten geführ­ten werden. Außerdem ist die Kate­go­rie angegeben, zu der sie gezählt werden. Denn viele Bundesländer führen zweigeteilte Listen mit gefährlicher und weniger gefährlich eingestuften Rassen. Dabei ist zu beach­ten, dass nicht in jedem Bun­des­land die­sel­ben Ver­ord­nun­gen für die­selbe Kate­go­rie gelten, manche Bun­des­län­der unter­schei­den erst gar nicht in Kate­go­rie 1 und 2. Bevor Sie sich also einen Listenhund anschaffen oder mit einem solchen in ein anderes Bundesland fahren, sollten Sie sich unbe­dingt die ent­spre­chende Ver­ord­nung (meist Hun­de­hal­ter­ver­ord­nung des Landes XY) genau anschauen.

Die Ver­ord­nun­gen der ein­zel­nen Bun­des­län­der sind weiter unten im Text als PDF zu finden. Wer auf Nummer sicher gehen will, informiert sich außerdem im Voraus beim Land­rats­amt des ent­spre­chen­den Bun­des­land oder beim Bür­ger­büro der Gemeinde (am besten per Mail, um die Ant­wor­ten später schrift­lich zu haben).

Alle Rasselisten Deutschlands auf einen Blick

Eine Tabelle mit allen Listenhundkategorien und Rassen der Bundesländer Deutschlands

Erläu­te­run­gen zur Tabelle: Gelbe Felder bedeu­ten, dass die Rasse nicht auf der Liste steht, orange Felder kenn­zeich­nen Hunde der Kate­go­rie 2, rote Felder Hunde der Kate­go­rie 1 und blaue Felder die Nennung in der ent­spre­chen­den Liste, aller­dings ohne Kate­go­rie.

Nach­fol­gend finden Sie eine Liste aller Bun­des­län­der mit kurzer Erläu­te­rung ihrer Ver­ord­nun­gen in alpha­be­ti­scher Rei­hen­folge. Die Ver­ord­nun­gen selbst sind außerdem als PDF ver­füg­bar. Die Ein­schrän­kun­gen in diesen Geset­zen gelten auch für die Kreu­zun­gen der ein­zel­nen Rassen.

Die nicht (von allen Ver­bän­den) aner­kann­ten Rassen (Pit Bull bei­spiels­weise) werden in den Verordnungen unter­schied­li­ch bezeichnet, meist als eine Art Hundetypus mit bestimmten Merkmalen. Diesem Typus können theo­re­tisch anhand opti­scher Beur­tei­lung alle Hunde zuge­wie­sen werden, die nicht zwei­fels­frei ihre Zuge­hö­rig­keit zu einer anderen Rasse nach­wei­sen können.

Noch ein wich­ti­ger Hinweis zu erlaub­nis­pflich­ti­gen Rassen: Die Erlaub­nis zur Haltung eines soge­nann­ten Kampf­hun­des muss meist vor dem Hal­tungs­be­ginn bean­tragt werden. Bedenken Sie das also unbedingt vor der Anschaffung einer gelisteten Rasse.

Auf einen Blick: Die Rasselisten von A bis Z im Detail

  • Baden-Würt­tem­berg: Kein Hund wird der Kate­go­rie 1, das heißt „defi­ni­tiv gefähr­lich“, zuge­ord­net. Theoretisch existiert die Kate­go­rie jedoch. Zur Kate­go­rie 2 (Gefähr­lich­keit ver­mu­tet, aber wider­legbar) zählen: (Ame­ri­can) Pit Bull Terrier, Ame­ri­can Staf­fordshire Terrier, Bull­ma­stiff, Bull­ter­rier, Dogo Argen­tino, Dogue de Bor­deaux, Fila Bra­si­leiro, Mastiff, Mastín Español, Mastino Napo­le­tano, Staf­fordshire Bull­ter­rier und Tosa Inu.
    Bei Ame­ri­can Staf­fordshire Terrier, Bull­ter­rier sowie Pit Bull Terrier wird grund­sätz­lich davon aus­ge­gan­gen, dass sie gefähr­lich sind. Ihre Haltung ist ab einem Alter von sechs Monaten erlaub­nis­pflich­tig. Es muss ein berech­tig­tes Inter­esse an der Haltung nachgewiesen werden. Bei den anderen neun Rassen kann im Rahmen einer Prüfung eine gestei­gerte Gefähr­lich­keit fest­ge­stellt werden, auch wenn nicht grund­sätz­lich davon aus­ge­gan­gen wird.
    Ver­ord­nung als PDF
    zuge­hö­rige Ver­wal­tungs­vor­schrift als PDF
  • Bayern: Unterscheidung zwischen Kate­go­rie 1 (Gefähr­lich­keit nicht wider­legbar) und Kate­go­rie 2 (Gefährlichkeit vermutet, aber widerlegbar). Zu Kate­go­rie 1 zählen Pit Bull, Bandog, Ame­ri­can Staf­fordshire Terrier, Staf­fordshire Bull­ter­rier und Tosa Inu. Zu Kate­go­rie 2 zählen Alano, Ame­ri­can Bulldog, Bull­ma­stiff, Bull­ter­rier, Cane Corso, Dog Argen­tino, Dogue de Bor­deaux, Fila Bra­si­leiro, Mastiff, Mastin Espanol, Mastino Napo­le­tano, Perro de Presa Canario (Dogo Canario), Perrode Presa Mal­lor­quin und Rott­wei­ler.
    Hunde der Kate­go­rie 1 sind erlaub­nis­pflich­tig. Es muss ein berech­tig­tes Inter­esse an der Haltung nachgewiesen werden. Für Hunde der Kate­go­rie 2 hingegen kann ein Nega­tiv­zeug­nis nach bestan­de­nem Wesens­test aus­ge­stellt werden.
    Ver­ord­nung als PDF
    Die Grund­lage für die Ein­schrän­kun­gen, die mit der Ein­stu­fung als Kampf­hund ein­her­ge­hen, können im „Gesetz über das Lan­des­straf­recht und das Ver­ord­nungs­recht auf dem Gebiet der öffent­li­chen Sicher­heit und Ordnung“ (Lan­des­straf- und Ver­ord­nungs­ge­setz – LStVG) nach­ge­le­sen werden (Artikel 18, 37 sowie 37a). Die Ein­schrän­kun­gen selbst kann jede Gemeinde eigen­stän­dig fest­le­gen.
  • Berlin: keine Kategorien. Es gelten fol­gen­de Rassen grund­sätz­lich als „über­stei­gert aggres­siv“: Pit Bull, Ame­ri­can Staf­fordshire Terrier, Bull­ter­rier, Tosa Inu, Bull­ma­stiff, Dogo Argen­tino, Fila Bra­si­leiro, Mastin Espanol, Mastino Napo­le­tano und Mastiff.
    Sach­kun­de­nach­weis, Füh­rungs­zeug­nis und Wesens­test sind Grund­vor­aus­set­zun­gen für die Haltung dieser Hun­de­ras­sen. Der Hund erhält eine grüne Pla­kette als Nachweis, dass die Dokumente vorliegen. Sie muss ständig am Hals­band des Hundes befes­tigt sein. Trotz grüner Plakette gelten Leinen- und Maul­korb­zwang.
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  • Bran­den­burg: Unterscheidung zwischen Kate­go­rie 1 (Gefähr­lich­keit nicht wider­legbar) und Kate­go­rie 2 (Gefährlichkeit vermutet, aber widerlegbar). Kate­go­rie 1 umfasst: Ame­ri­can Pit Bull Terrier, Ame­ri­can Staf­fordshire Terrier, Bull­ter­rier, Staf­fordshire Bull­ter­rier und Tosa Inu. Zur Kate­go­rie 2 zählen: Alano, Bull­ma­stiff, Cane Corso, Dober­mann, Dogo Argen­tino, Dogue de Bor­deaux, Fila Bra­si­leiro, Mastiff, Mastin Español, Mastino Napo­le­tano, Perro de Presa Canario, Perro de Presa Mal­lor­quin und Rott­wei­ler.
    Für Hun­de­ras­sen der Kate­go­rie 1 gilt ein Haltungs- und Zuchtverbot. Hunde der Kate­go­rie 2 dürfen nur mit Erlaub­nis gehal­ten werden. Für sie kann außerdem ein Nega­tiv­zeug­nis aus­ge­stellt werden.
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  • Bremen: keine Kategorieeinteilung. Das Halten der Rassen Pit Bull Terrier, Bull­ter­rier, Ame­ri­can Staf­fordshire Terrier und Staf­fordshire Bull­ter­rier ist grund­sätz­lich ver­bo­ten. Eine Ausnahme gilt, wenn sie als Fund­tiere oder aus einem Tier­heim in Bremen adop­tiert werden. Aller­dings muss auch das von der ört­li­chen Behörde geneh­migt werden. Leinen- und Maul­korb­pflicht gelten generell. Wer als Urlau­ber aus einem anderen Bun­des­land anreist, muss sich keine Sorgen machen: Ein vorübergehender Aufenthalt ist gestattet, wird der Lis­ten­hund im Heimatbundesland korrekt und erlaub­ter­ Weise gehal­ten und werden die ent­spre­chen­den Papiere mit­ge­führt.
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  • Hamburg:Unterscheidung zwischen Kate­go­rie 1 (Gefähr­lich­keit nicht wider­legbar) und Kate­go­rie 2 (Gefährlichkeit vermutet, aber widerlegbar). Kategorie 1: Ame­ri­can Pit Bull Terrier, Ame­ri­can Staf­fordshire Terrier, Staf­fordshire Bull­ter­rier und Bull­ter­rier. Kategorie 2: Bull­ma­stiff, Dogo Argen­tino, Dogue de Bor­deaux, Fila Bra­si­leiro, Kangal, Kau­ka­si­scher Owt­scharka, Mastiff, Mastin Español, Mastino Napo­le­tano, Rott­wei­ler und Tosa Inu.
    Bei Hunden der Kate­go­rie 1 ist eine Halteerlaubnis notwendig. Es bestehen Leinen- und Maul­korb­pflicht. Hunde der Kate­go­rie 2 können über einen Wesens­test ein Nega­tiv­zeug­nis erlan­gen.
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  • Hessen: keine Kategorieeinteilung. Es wird die Gefähr­lich­keit bei den fol­gen­den Rassen vermutet: Pit Bull Terrier oder Ame­ri­can Pit Bull Terrier, Ame­ri­can Staf­fordshire Terrier oder Staf­fordshire Terrier, Staf­fordshire Bull­ter­rier, Bull­ter­rier, Ame­ri­can Bulldog, Dogo Argen­tino, Kangal, Kau­ka­si­scher Owt­scharka sowie Rott­wei­ler.
    Die Haltung von als gefähr­lich ein­ge­stuf­ten Hunden ist erlaub­nis­pflich­tig. Außerdem werden unter anderem ein Sach­kun­de­nach­weis und ein Wesens­test benötigt. Es gelten Leinen- und Maul­korb­zwang. Gelistete Hunde dürfen nur einzeln und von Per­so­nen über 18 Jahren, die im Besitz eines Sach­kun­de­nach­wei­ses sind, geführt werden.
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  • Meck­len­burg-Vor­pom­mern: keine Kategorieeinteilung. Ame­ri­can Pit Bull Terrier, Ame­ri­can Staf­fordshire Terrier, Staf­fordshire Bull­ter­rier und Bull­ter­rier gelten als widerlegbar gefährlich. Ohne Negativzeugnis bedarf es einer Hal­tungs­er­laub­nis und es gelten Leinen- sowie Maul­korb­zwang. Gefähr­li­che Hunde dürfen nur einzeln geführt werden.
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  • Nie­der­sa­chen: ver­mu­tet bei keiner Rasse grund­sätz­lich eine beson­dere Gefähr­lich­keit.
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  • Nord­rhein-West­fa­len: Unterscheidung in Kategorie 1 und 2. Hunde beider Kategorien dürfen mit Erlaubnis der örtlichen Behörden gehalten werden. Sie ist bei Hunden der Kategorie 2 leichter zu erlangen, denn es ist nur ein Sach­kun­de­nach­weis des Halters not­wen­dig. Es gelten pauschal Leinen- und Maul­korb­zwang, jedoch können Rasse beider Kate­go­rien davon befreit werden. In Kategorie 1 fallen: Pit Bull Terrier, Ame­ri­can Staf­fordshire Terrier, Staf­fordshire Bull­ter­rier und Bull­ter­rier. Zur Kate­go­rie 2 gehören: Alano, Ame­ri­can Bulldog, Bull­ma­stiff, Mastiff, Mastino Espanol, Mastino Napo­le­tano, Fila Bra­si­leiro, Dogo Argen­tino, Rott­wei­ler und Tosa Inu.
    Ver­ord­nung als PDF
  • Rhein­land-Pfalz: keine Unterscheidung nach Kategorien. Ame­ri­can Staf­fordshire Terrier, Staf­fordshire Bull­ter­rier sowie Hunde des Typs Pit Bull Terrier gelten als gefähr­li­che Rassen. Ihre Haltung ist erlaubnispflichtig.
    Für das Halten dieser Rassen ist eine Erlaub­nis erfor­der­lich, die unter anderem ein begrün­de­tes Inter­esse an der Haltung vor­aus­setzt.
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  • Saar­land: keine Unterscheidung nach Kategorien. Erlaubnispflichtig sind Ame­ri­can Staf­fordshire Terrier, Staf­fordshire Bull­ter­rier sowie Ame­ri­can Pit Bull Terrier. Durch einen Wesens­test kann die ver­mu­tete Gefähr­lich­keit wider­legt werden.
    Ver­ord­nung als PDF
    zuge­hö­rige Ver­wal­tungs­vor­schrift als PDF
  • Sachsen: keine Kategorien. Ame­ri­can Staf­fordshire Terrier, Bull­ter­rier sowie Pit Bull Terrier gelten als gene­rell gefähr­lich. Sie unter­lie­gen der Leinen- und Maul­korb­pflicht.
    Ver­ord­nung als PDF
  • Sachsen-Anhalt: keine Kategorien. Als generell gefährlich gelten Pit Bull Terrier, Ame­ri­can Staf­fordshire Terrier, Staf­fordshire Bull­ter­rier und Bull­ter­rier.
    Für diese Rassen ist ein Wesens­test Pflicht. Mit Bestehen ist die Gefährlichkeit dann widerlegt. Bei Nicht­be­stehen ist die Haltung des Hundes erlaub­nis­pflich­tig. Für den Hund gelten Leinen- und Maul­korb­pflicht.
    Ver­ord­nung als PDF
    zuge­hö­rige Durch­füh­rungs­ver­ord­nung als PDF
  • Schles­wig-Hol­stein: führt seit dem 01.01.2016 keine Ras­se­liste mehr. Statt­des­sen gelten stren­gere Hal­tungs­an­for­de­run­gen für alle Hun­de­hal­ter, bei­spiels­weise eine Ver­si­che­rungs- und eine Kenn­zeich­nungs­pflicht (Trans­pon­der­chip).
    Ver­ord­nung als PDF
  • Thü­rin­gen: keine Kategorien. Es wird die Gefähr­lich­keit von Pit Bull Terrier, Ame­ri­can Staf­fordshire-Terrier, Staf­fordshire Bull­ter­rier und Bull­ter­rier vermutet.
    Die Haltung dieser Rassen ist erlaubnispflichtig, es gelten zudem Leinen- und Maul­korb­zpflicht. Die Ver­mu­tung der Gefähr­lich­keit kann mit einem Wesens­test wider­legt werden.
    Ver­ord­nung als PDF

Unab­hän­gig von der Ras­se­zu­ge­hö­rig­keit kann theo­re­tisch in jedem Bun­des­land jeder Hund als gefähr­lich ein­ge­stuft werden, wenn er sich auffällig und/oder aggressiv verhält. Es gelten dann dieselben Bestimmungen.

Für Fragen und Anre­gun­gen steht das vitaler-hund-forum.de zur Ver­fü­gung, wo bereits ein Thema mit diesem Inhalt exis­tiert: Ras­se­lis­ten deut­scher Bun­des­län­der

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2 Kommentare

  1. Samira Pittner

    Guten Tag,

    ich habe eine Frage zu der ich keine genaue Information finde.
    Was ist wenn ich mit meinem Listenhund in ein Bundesland möchte, wo diese verboten sind zu halten.
    Darf ich mit meinem Listenhund dort nur Urlaub für einen kurzen Zeitrum machen oder ist das auch verboten?

    • Vitaler Hund

      Hallo,

      eigentlich sollte es bei einem Aufenthalt von wenigen Wochen keine Probleme geben (auch ohne vorherige Anmeldung o.ä.). Der Hund wird ja in seinem Heimatbundesland korrekt gehalten (die entsprechenden Papiere von dort immer mitführen). Zur Sicherheit würde ich aber beim entsprechenden Landratsamt anfragen.

      Liebe Grüße

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