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Ein Hund beim Fressen als Sinnbild für die Verdauung

Wie funktioniert die Verdauung des Hundes?

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Der Ver­dau­ungs­ka­nal des Hundes wird als ein großer Darm ver­stan­den. Der ist in vier Berei­che auf­geteilt: den Kopf­darm (Lefzen bis Schlundkopf/Rachen), den Vor­der­darm (Spei­se­röhre bis Magen), den Mit­tel­darm (der Dünn­darm, näher unter­teilt in Zwölf­fin­ger­darm, Leer­darm und Hüft­darm) und den Enddarm (Dick­darm mit Blind­darm, Grimm­darm und Mast­darm). Die Ver­dau­ung beginnt also, sobald der Hund das Futter zwi­schen die Zähne bekommt.

Der gesamte Ver­dau­ungs­ka­nal macht etwa drei bis sieben Prozent der Kör­per­masse des Hundes aus, ohne Inhalt gerech­net. Der Dünn­darm ist der längste Teil, der Magen hat mit zwei Drit­teln des Gesamt­vo­lu­mens das größte Fas­sungs­ver­mö­gen. Der Ver­dau­ungs­ka­nal ist von Anfang bis Ende mit Schleim­häu­ten gesäumt. Sie sind sowohl für die Sekre­tion als auch die Absorp­tion zustän­dig. Das heißt, sie sondern Stoffe ab und nehmen Stoffe auf. Die Darm­wand funk­tio­niert also wie eine Art zwei­we­gi­ges Sieb mit Filter. Sekrete, die für die Verdauung wichtig sind, werden ins Innere abgegeben. Nährstoffe, die der Hund braucht, werden in den Körper aufgenommen. Er herrscht ein ständiger Austausch.

Außer­dem ist der Ver­dau­ungs­ka­nal mit einer eigenen Mus­ku­la­tur aus­ge­stat­tet. Sie bewegt den Speisebrei, den soge­nann­ten Chymus, durch den Ver­dau­ungs­ka­nal. Die Muskulatur durch­zumischen und por­tio­niert den Speisebrei dadurch. Dieser Vorgang wird auch als mecha­ni­sche Darm­funk­tion bezeich­net, fach­sprach­lich Peris­tal­tik. Neben seiner mecha­ni­schen Funk­tion hat der Darm auch eine che­mi­sche Funktion. Sie ist geprägt von ver­schie­denen mine­ral­stoff­hal­tige Sekreten, dem pH-Wert, diver­sen Ver­dau­ungs­en­zy­men und den Darm­bak­te­rien.

Welche Funktion hat der Speichel eines Hundes?

Der Spei­chel wird von vier ver­schie­de­nen Drü­sen­re­gio­nen in der Maul­höhle pro­du­ziert: den Ohr­spei­chel­drü­sen (Parotis, unter­halb des Ohr­grun­des), den Unter­kie­fer­drü­sen (in der Nähe des Kie­fer­ge­len­kes), meh­re­ren Unter­zun­gen­drü­sen und den Backen­drü­sen (unter­halb der Augen). Der Spei­chel setzt sich aus orga­ni­schen und anor­ga­ni­schen Kom­po­nen­ten zusam­men, wobei der orga­ni­sche Anteil über­wiegt. Den orga­ni­schen Anteil des Spei­chel­se­kre­tes bilden Schleim­sub­stan­zen. Sie schützen die Schleim­häute und erleichtern den Trans­port des Chymus (Spei­se­breis) durch den Ver­dau­ungs­trakt. Außer­dem enthält Hun­de­spei­chel die Men­gen­ele­mente Natrium, Kalium und Chlorid in höherer Kon­zen­tra­tion, in gerin­ge­ren und stark schwan­ken­den Mengen auch Kalzium, Phos­phor und Magne­sium. Sie machen den anor­ga­ni­schen Anteil des Spei­chels aus. Er dient der Ein­stel­lung des pH-Wertes sowie der Unter­stüt­zung der Ver­dau­ung.

Wie sieht es im Magen eines Hundes aus?

Der Verdauungskanal beginnt im Fang des Hundes, dem sogenannten Kopfdarm. Dazu gehören vorwiegend Lefzen, Zunge und Zähne. Hunde haben 42 Zähne, 28 Milch­zähne im Wel­pe­n­al­ter. Die Zunge des Hundes erscheint im Ver­gleich zu der mensch­li­chen Zunge sehr lang. Sie weist in der Mitte eine ril­len­för­mige Ver­tie­fung auf und erin­nert in ihrer Gesamt­heit an einen Löffel mit schar­fen Rändern. Auf ihrer Ober­flä­che befin­den sich Papil­len (Aus­stül­pun­gen) und ein­zelne Geschmacks­knos­pen. Die Zunge des Hundes ist zudem weit beweg­li­cher als die der meisten Men­schen.

Es folgt der Vorderdarm, das heißt Speiseröhre und Magen. Die Spei­se­röhre ist ein äußerst elas­ti­scher Schlauch, der mit Schleim­drü­sen aus­ge­stat­tet ist. Sie sondern ein Sekret ab, das den Spei­se­brei schmiert. So rutscht er besser in den Magen. Zwi­schen der Spei­se­röhre und dem Magen liegt ein kräf­ti­ger Ring­mus­kel. Er funktioniert wie eine Art Tor. So sorgt er für eine kontrollierte Weitergabe des Speisebreis.

Der Magen ähnelt einem großen Sack, aber mit ordentlich Muskelkraft. Er hat zwei Ringmuskeln: einen an seinem Ausgang (Pylorus), einen an seinem Eingang (Magen­mund oder Kardia). Der vordere Magenbereich (Magen­fun­dus) ist eher kugelig und stark dehnbar. Der hintere Bereich (Antrum) eher schlauch­ar­tig. Der komplette Magen ist mit einer Schleim­haut aus­ge­klei­det. Danach, wo sich welche Drüsen befinden, wird der Magen in drei Bereiche aufgeteilt: die Kar­dia­drü­sen­zone am Magen­ein­gang (bildet wäss­ri­ges Sekret und Schleim), die Fun­dus­drü­sen­zone im kuge­li­gen, vor­de­ren Teil des Magens (belegt zwei Drittel bis drei Viertel des gesam­ten Magens, pro­du­ziert Schleim und den eigent­li­chen Magen­saft) sowie die Pylo­rus­drü­sen­zone (Bildung von Ver­dau­ungs­en­zy­men und schlei­mi­gen Sekre­ten). Ist der Magen leer, liegt er im Brust­korb. Ist er gefüllt, reicht er bis zur 13. Rippe und noch weiter hinaus, sodass er ertas­tet werden kann.

Welche Funktion hat der Magensaft eines Hundes?

Der Magen­saft wird vor­wie­gend in zwei Schleim­haut­be­rei­chen pro­du­ziert: der Fundus- sowie der Pylo­rus­drü­sen­schleim­haut. Beide Areale zusam­men bede­cken nahezu die gesamte Magen­in­nen­seite. Die Fun­dus­drü­sen liegen in Rich­tung Spei­ße­röhre, die Pylo­rus­drü­sen in Rich­tung Magen­aus­gang. Wie die übrigen Ver­dau­ungs­se­krete besteht auch der Magen­saft aus orga­ni­schen und anor­ga­ni­schen Kom­po­nen­ten. Zu den anor­ga­ni­schen Antei­len gehört vor allem die Salz­säure. Sie bestimmt den pH-Wert des Magen­safts und macht ihn sauer. Natrium und Kalium sind eben­falls in höheren Kon­zen­tra­tio­nen ent­hal­ten.

Den orga­ni­schen Anteil des Magen­saf­tes bestim­men Schleim­stoffe sowie Ver­dau­ungs­en­zyme. Die Schleim­stoffe sind eine Art kleb­ri­ges Gemisch aus Koh­len­hy­dra­ten, Ami­no­zu­ckern (Ein­fach­zu­cker), Gly­ko­pro­te­inen (Ver­bin­dun­gen aus Pro­te­inen und Ein­fach­zu­ckern), Phos­pho­li­pi­den (was­ser­un­lös­li­che, phos­phor­hal­tige Natur­stoffe) und Muco­po­lys­ac­chari­den (eine Form von Mehr­fach­zu­cker). Diese gelee­ar­tige Sub­stanz stellt eine Art Schutz­schicht für die Magen­schleim­haut dar. Sie verhindert Schäden durch Salz­säure und Ver­dau­ungs­en­zyme. Aus diesem Grund werden die Schleim­stoffe unab­hän­gig von der Nah­rungs­auf­nahme stetig pro­du­ziert.

So läuft die Magensaft-Produktion ab

Die Pro­duk­tion von Magen­saft wird in ver­schie­de­nen Phasen in Gang gesetzt: Die Gehirn­phase beschreibt den Moment vor der Fut­ter­auf­nahme, wenn dem Hund durch einen spe­zi­fi­schen Reiz signa­li­siert wird, dass es gleich Futter gibt. Dazu zählen sowohl Rituale wie das Öffnen von Fut­ter­do­sen als auch der Sicht­kon­takt mit der Beute. Als Magen­phase wird die Pro­duk­tion von Magen­saft durch das tat­säch­li­che Fressen bezeich­net. Sobald der Hund das Futter auf­nimmt, zerkaut und schluckt und wenn es in Kontakt mit der Magen­schleim­haut kommt wird der Magen­saft abge­son­dert. Die Menge vari­iert dabei je nach Fut­ter­mit­tel (Fleisch zum Bei­spiel stei­gert die Pro­duk­tion). Zur Darm­phase gehört das Anregen der Pro­duk­tion über die Hormone Gastrin und Chole­cys­to­ki­nin. Ist der pH-Wert im Zwölf­fin­ger­darm zu hoch für eine effek­tive Ver­dau­ung wird über diese fet­tun­lös­li­chen Hormone eine ver­mehrte Pro­duk­tion von Magen­saft aus­ge­löst. Selber Effekt tritt auf, wenn Eiweiß­ab­bau­pro­dukte vor­han­den sind, da für deren Ver­wer­tung eine erhöhte Menge Magen­saft von­nö­ten ist.

Der Magen­saft enthält einen soge­nann­ten Intrin­sic Factor, zu deutsch intrin­si­scher Faktor. Er ermöglicht die Aufnahme von Coba­l­a­min (Vitamin B12).

Was passiert im Mittel- und Enddarm?

Als Mittel- und Enddarm werden Dünn- und Dick­darm und ihre unter­schied­li­chen Abschnit­te bezeichnet. Der Dünn­darm ist das umfang­reichste Stück des Darm­roh­res. Er füllt den Bereich zwi­schen Magen und Becken aus. Er weist sechs bis acht Win­dun­gen auf und geht direkt an Leber und Bauch­spei­chel­drüse (Pan­kreas) vorbei. Im Wesent­li­chen lässt sich der Dünn­darm in drei Abschnitte unter­tei­len: Zwölf­fin­ger­darm (Duo­de­num), Leer­darm (Jejunum) und Krumm- oder Hüft­darm (Ileum). Am Hüft­darm ist außer­dem der Blind­darm (Zäkum) ange­schlos­sen. An dessen Grenze geht der Dünn­darm in den ersten Abschnitt des Dick­darms (Kolon) über. Der Dickdarm wiederum mündet in den Mast­darm (Rektum). Und der führt schließ­lich zum Darm­aus­gang (After). Am Darm­aus­gang liegen die Zir­kum­anal­drü­sen sowie die Aus­gänge der beiden Anal­beu­tel. Dabei handelt es sich um sack­ar­tige Haut­aus­stül­pun­gen, welche Erbsen- bis Wal­nuss­größe errei­chen.

Die Schleim­haut des Dünn­dar­mes besteht aus etwa 4 Mil­li­ar­den Zotten. Auf ihnen bilden sich zusätz­lich Zellen mit einem sogenann­ten Bürs­ten­saum. Sie vergrößern die Ober­flä­che des Darmes auf das 600-Fache. An der Ober­flä­che dieser Zellen befin­det sich zudem eine Membran mit feinen Poren. Sie ermöglichen es den zer­leg­ten Nah­rungs­be­stand­tei­len, in die Zellen ein­zu­tre­ten und über sie weiter trans­por­tiert zu werden.

Die Schleim­haut des Dick­dar­mes ist mit einer schüt­zen­den Schleim­schicht über­zo­gen. Unter ihr befin­det sich eine Mus­kel­schicht, welche dem Darm ermög­licht, sich zu bewegen und zu kon­tra­hie­ren. Der eigent­li­che Darm­saft wird im Dünn- wie auch im Dick­darm von den Lie­ber­kühn-Drüsen pro­du­ziert. Am Eingang des Dünn­dar­mes befin­den sich zusätz­lich Brunner-Drüsen mit ähn­li­cher Funk­tion. In den Über­gang vom Zwölf­fin­ger­darm zum Leer­darm münden Aus­füh­rungs­gänge von Gal­len­blase und Bauch­spei­chel­drüse. Über sie kommen die Sekrete dieser beiden Organe in den Darm.

Welche Funktion hat der Darmsaft eines Hundes?

Der Darm­saft setzt sich vor­wie­gend aus Schleim­stof­fen (Muzine) und Mine­ra­lien zusam­men. Beson­ders Natrium und Bikar­bo­nat sind in höherer Kon­zen­tra­tion vor­han­den. Sie wirken dem erhöh­ten Säu­re­ge­halt des Spei­se­breis durch den Magen­saft ent­ge­gen. Außer­dem ist eine relativ geringe Menge an Enzymen im Darm­saft ent­hal­ten, welche der Rest­ver­dau­ung der bereits vor­ver­dau­ten Nahrung dienen. Ein­ge­lei­tet wird die Pro­duk­tion von Darm­saft haupt­säch­lich durch Bestand­teile des Spei­se­breis, wenn diese den Darm pas­sie­ren.

Welche Funktion hat die Leber?

Die Leber fun­giert in erster Linie als Umwand­ler ver­schie­de­ner Nah­rungs­be­stand­teile, Ent­gif­ter ver­schie­de­ner Abbau­pro­dukte sowie als Spei­cher ver­schie­de­ner Nähr­stoffe. Darüber hinaus pro­du­ziert sie aber auch ein für die Ver­dau­ung wich­ti­ges Sekret: die Galle. In den Zellen der Leber wird die Galle gebil­det. Von dort wird sie über den Leber­gang in die Gal­len­blase wei­ter­ge­lei­tet. Hier wird sie nur für kurze Zeit gespeichert und eingedickt. Von hier gelangt sie über den Aus­füh­rungs­gang der Gallenblase in den Dünn­darm. Die Galle beein­flusst indi­rekt die Eiweiß- und Fett­ver­dau­ung. Denn sie bildet aus den Abbau­pro­duk­ten der Fette lös­li­che Ver­bin­dun­gen, die vom Körper auf­ge­nom­men werden können.

Welche Funktion hat die Bauchspeicheldrüse?

Die Bauch­spei­chel­drüse (Pan­kreas) bildet Enzyme, die für die Ver­dau­ung uner­läss­lich sind. Denn sie sind an der Protein-, Fett- und Koh­len­hy­drat­ver­dau­ung in großem Maße betei­ligt. Liegt eine Störung der Bauchspeicheldrüse vor, kann der Hund seine Nahrung nicht mehr richtig verdauen. Dann ist eine individuelle Diätkost unerlässlich.

Neben dem Aufbau des Ver­dau­ungs­ka­nals und der mecha­ni­schen Funk­tion der Darm­mus­ku­la­tur spielen für die Fut­ter­ver­wer­tung auch noch andere Fak­to­ren eine Rolle: Ver­dau­ungs­en­zyme, pH-Werte, Darm­bak­te­rien und ver­schie­dene Sekrete. Letz­tere bestim­men mit ihrer Zusam­men­set­zung unter anderem den pH-Wert und nehmen damit vor allem auf die Eiweiß­ver­dau­ung Ein­fluss, sind Trans­port­mit­tel für Ver­dau­ungs­en­zyme und dienen dem Schmieren von auf­ge­nom­me­nem Futter (zur Unter­stüt­zung des Schlu­ckens). Die Sekrete im Ein­zel­nen sollen nach­fol­gend behan­delt werden.

Welche Funktion hat der Pankreassaft eines Hundes?

Der Pan­kreas­saft (Sekret der Bauch­spei­chel­drüse) leitet vor allem Enzyme zur Fett-, Eiweiß- und Koh­len­hy­drat­spal­tung in den Spei­se­brei ein. Diese zählen zu den orga­ni­schen Bestand­tei­len des Pan­kreas­saf­tes. Zu den anor­ga­ni­schen Bestand­tei­len gehört vor allem Natri­um­bi­kar­bo­nat, ein Salz, welches imstande ist, den sauren pH-Wert, welcher im Magen durch Salz­säure ent­steht und der Ver­dau­ung dient, wieder zu neu­tra­li­sie­ren. Auf diese Weise werden opti­male Wir­kungs­be­din­gun­gen für die wich­ti­gen Pan­krea­sen­zyme geschaf­fen. Die Abgabe von Pan­kreas­saft ergolgt in gerin­ge­ren Mengen kon­ti­nu­ier­lich, auch ohne Nah­rungs­zu­fuhr. Die Pro­duk­tion zusätz­li­cher Mengen Pan­kreas­saft erfolgt nur bei Nah­rungs­auf­nahme und wird hor­mo­nell gesteu­ert. Bei Kontakt der Dünn­darm­schleim­haut mit der Salz­säure des Magen­saf­tes oder mit ver­schie­de­nen Abbau­pro­duk­ten des Spei­se­breis werden die Hormone frei­ge­setzt und setzen die Pro­duk­tion von Pan­kreas­saft in Gang.

Der Pankreassaft enthält einen soge­nann­ten Intrin­sic Factor, zu deutsch intrin­si­scher Faktor. Er ermöglicht die Aufnahme von Coba­l­a­min (Vitamin B12).

Welche Funktion haben die pH-Werte im Verdauungskanal?

Eine wich­tige Rolle bei der Ver­dau­ung spielt der pH-Wert in den ein­zel­nen Regio­nen des Ver­dau­ungs­ka­nals. Der pH-Wert gibt an, ob eine wäss­rige Lösung sauer, neutral oder basisch (alka­lisch) ist. Für die Messung werden ein­fa­che Zah­len­werte benutzt: Ein Wert unter 7 bezeich­net eine saure Lösung, ein Wert von genau 7 eine neu­trale sowie ein Wert von über 7 eine alkalische/basische. Das Gleich­ge­wicht zwi­schen Säure und Base ist für den Hund ent­schei­dend, zum einen für die Ver­dau­ung des Futters, zum anderen um Schäden am Ver­dau­ungs­ka­nal zu ver­hin­dern. Die Abstim­mung zwi­schen sauren und basi­schen Lösun­gen bezie­hungs­weise deren Aus­gleich wird als Säure-Basen-Haus­halt bezeich­net.

Im Magen werden die größten Schwan­kun­gen des pH-Wertes gemes­sen. Das liegt daran, dass zum Ver­dauen der Nahrung ein saures Milieu not­wen­dig ist. Jedoch würde ein dau­er­haft saurer Wert die Magen­schleim­haut sehr stark bean­spru­chen. Des­we­gen leitet der Körper nur dann saures Magen­se­kret ein, wenn es auch wirk­lich zur Ver­dau­ung benö­tigt wird.
Zwi­schen den Mahl­zei­ten liegt der pH-Wert daher im leicht sauren bis neu­tra­len Bereich (um die 6). Es wird nicht verdaut, also wird auch keine Säure benö­tigt. Direkt nach den Mahl­zei­ten jedoch, wenn das auf­ge­nom­mene Futter in den Magen gelangt, sinkt der Wert stark ab. Wie stark hängt von Sekret­bil­dung, Fut­ter­menge und Fut­ter­zu­sam­men­set­zung ab.

Deswegen ist der pH-Wert im Magen wichtig

Die Absen­kung des pH-Wertes in den sauren Bereich wird über die im Magen­saft ent­hal­tene Salz­säure erreicht. Nahrung, die reich an Eiweiß oder Mine­ral­stof­fen ist, kann diesen Abfall ver­hin­dern und damit die Ver­dau­ung erschwe­ren. Die Auf­nahme von rohem Fleisch hin­ge­gen fördert die Sekret­bil­dung. Die mög­li­chen Tiefst­werte liegen je nach Nah­rungs­mi­tel bei 2 bis 3.

Zusam­men mit den vor­ver­dau­ten Nah­rungs­mit­teln gelangt der Magen­saft anschlie­ßend in den Zwölf­fin­ger­darm (Duo­de­num). Dort wird basisch wir­ken­der Pan­kreas­saft in den Ver­dau­ungs­ka­nal ein­ge­lei­tet, welcher die Salz­säure wieder neu­tra­li­siert. Erreicht wird dieser Aus­gleich über Natri­um­bi­kar­bo­nat, welches den Spei­se­brei (Chymus) beim Ein­flie­ßen in den Zwölf­fin­ger­darm (Duo­de­num) durch­tränkt, die Salz­säure neu­tra­li­siert und den pH-Wert somit wieder auf etwa 7 anhebt. So werden opti­male Wir­kungs­be­din­gun­gen für die Pan­krea­sen­zyme geschaf­fen, welche die eigent­li­che Nah­rungs­ver­dau­ung in Gang setzen.

Not­wen­dig ist das Absin­ken und wieder Anstei­gen des pH-Wertes aus meh­re­ren Gründen. Die Säure im Magen­saft wirkt nicht nur gärungs- und fäul­nis­wid­rig gegen mit dem Futter auf­ge­nom­mene Keime, sondern akti­viert auch das Enzym Pepsin, welches für die Spal­tung von Eiweiß zustän­dig ist. Aller­dings würde die Säure ohne ent­spre­chende Schutz­me­cha­nis­men den Magen selbst angrei­fen. Ent­spre­chende schlei­mige Sekrete ver­hin­dern das. Hinzu kommt das Elek­tro­lyt Bikar­bo­nat, welches zusam­men mit der Salz­säure gebil­det wird. Es rei­chert sich in der Magen­wand an und schützt mit seiner neu­tra­li­sie­ren­den Wirkung die Magen­wand vor Säu­re­schä­den und der Ein­wir­kung von Ver­dau­ungs­en­zy­men. Das Bikar­bo­nat sorgt somit dafür, dass sich der Magen nicht sozu­sa­gen selbst verdaut.

pH-Wert von Speichel, Darmsaft, Pankreassaft und Galle

Der pH-Wert des Spei­chels und damit im Fang liegt bei etwa 6,9 bis 7,7, also im neu­tra­len bis basi­schen Bereich. Pan­kreas­saft weist einen Wert von 7,0 bis 8,6 auf, also eben­falls im neu­tra­len bis basi­schen Bereich. Darm­saft ist mit einem Wert von 6,8 bis 6,9 ähnlich gela­gert. Bei Galle schwankt der Wert je nach Loka­li­sa­tion: In der Leber liegt der Wert bei 7,7 bis 8,2, in der Gal­len­blase bei 5,3 bis 7,1.

Welche Enzyme sind beim Hund an der Verdauung beteiligt?

Enzyme sind Katalysatoren. Sie beschleunigen biochemische Reaktionen und damit die Aufspaltung verschiedener Stoffe. Enzyme ermöglichen es dem Hund daher, Nährstoffe aus der Nahrung aufzuspalten, umzuwandeln und aufzunehmen.

Enzyme im Magen

Die wich­tigste Funk­tion im Magen haben die Pep­si­no­gene inne. Dabei handelt es sich um eine Vor­stufe des eiweiß­spal­ten­den Enzyms Pepsin. Sie werden durch die bei Nah­rungs­auf­nahme ein­ge­lei­tete Salz­säure akti­viert und zu Pepsin umge­baut. Um ihre volle Wirkung zu ent­fal­ten benö­ti­gen sie den durch die Salz­säure ent­ste­hen­den sauren pH-Wert im Magen. Die Pep­si­no­gene werden in den sekret­pro­du­zie­ren­den Zellen der Magen­schleim­haut gebil­det und anschlie­ßend mit dem Sekret abge­son­dert. In den Schleim­haut­zel­len finden sich zudem klei­nere Mengen wei­te­rer Enzyme, zum Bei­spiel Kathep­sin. Es gehört eben­falls zu den Pro­tea­sen, das heißt den pro­te­in­spal­ten­den Enzymen, und wirkt bei einem neu­tra­len pH-Wert optimal.

Enzyme im Pankreassaft – Eiweiß- und Fettspaltung

Der Pan­kreas­saft (Sekret der Bauch­spei­chel­drüse) enthält von allen Ver­dau­ungs­se­kre­ten die wich­tigs­ten Enzyme zur Spal­tung von Eiweiß/Protein, Fetten und Koh­len­hy­dra­ten.
Im Pan­kreas liegen die eiweiß­spal­ten­den Enzyme als Zymo­gene vor, das heißt als Pro­en­zyme bezie­hungs­weise Enzym­vor­stu­fen. Sie sind in dieser Form noch nicht wirksam, was die Bauch­spei­chel­drüse davor schützt, selbst verdaut zu werden. Erst im Darm­in­ne­ren werden diese in aktive Ver­dau­ungs­en­zyme umge­wan­delt. Bei einer der Enzym­vor­stu­fen im Pan­kreas handelt es sich um Tryp­si­no­gen, welches im Darm zu Trypsin gespal­ten wird. In dieser aktiven Form akti­viert es sei­ner­seits wieder andere eiweiß­spal­tende, im Pankreas gebildete Enzyme. Zu diesen zählen Chy­mo­tryp­sine und Elastase, welche das Eiweiß zu Pep­ti­den (Ver­bin­dun­gen von Ami­no­säu­ren) spalten. Die Car­boxy­pep­ta­sen A und B spalten das Eiweiß nicht in Peptide, sondern gleich in ein­zelne Ami­no­säu­ren auf.

Die soge­nann­ten Lipasen sind für die Fett­spal­tung zustän­dig. Sie wandeln Fette, die vor­wie­gend als Tri­gly­ce­ride (Spei­se­fett­säu­ren, Neu­tral­fett) in der Nahrung vor­lie­gen, in Digly­ce­ride und Mono­gly­ce­ride um. Das heißt, sie spalten Mole­küle mit drei Ketten von Fett­säu­ren in ein- bezie­hungs­weise zwei­ket­tige Fett­säu­ren. Diese dienen dann als Emul­ga­to­ren, das heißt Hilfs­stoffe für den Trans­port von freien Fett­säu­ren aus dem Darm ins Blut. Die freien Fett­säu­ren selbst werden bei diesem Spal­tungs­pro­zess eben­falls frei­ge­setzt. Phos­pho­li­pide, eine spe­zi­elle Form von Fetten, die in der Zell­mem­bran vor­kom­men, werden durch Phos­pho­li­pa­sen eben­falls an dieser Stelle abge­baut. Lipasen werden – anders als die eiweiß­spal­ten­den Enzyme – sofort in ihrer aktiven Form frei­ge­setzt.

Enzyme im Pankreassaft – Kohlenhydratspaltung

Den Koh­len­hy­drat­ab­bau steuert vor allem die unter dem Punkt Spei­chel in diesem Artikel bereits erwähnte Alpha-Amylase. Sie macht neben Maltase, Alpha-Dex­tri­nase, Laktase, Sac­cha­rase und Zel­lu­la­sen den Groß­teil der koh­len­hy­drat­spal­ten­den Enzyme aus. Sie wird als einzige im Pan­kreas pro­du­ziert, die anderen Enzyme ent­stam­men dem Bürs­ten­saum des Darmes bezie­hungs­weise dem Bak­te­ri­en­be­satz im Darm im Falle der Zel­lu­la­sen. Die Alpha-Amylase leitet somit die Koh­len­hy­drat­ver­dau­ung ein, bevor die wei­te­ren Enzyme diese abschlie­ßend zer­set­zen.

Während die Alpha-Amylase Amylose, Gly­ko­gen sowie Amy­lo­pek­tin (ver­schie­dene Typen von Stärke) zu Maltose (Malz­zu­cker), Mal­to­triose (ein Drei­fach­zu­cker) bezie­hungs­weise Alpha-Limit-Dextrin (Abbau­pro­dukt von Stärke) spaltet, spalten die oben genann­ten wei­te­ren Enzyme die Koh­len­hy­drate zu Glukose (ein Ein­fach­zu­cker). Ledig­lich Laktase und Sac­cha­rase fallen hier aus dem Rahmen: Laktase spaltet Laktose (Milch­zu­cker) nicht nur zu Glukose, sondern auch zu Galak­tose (Schleim­zu­cker, ein Ein­fach­zu­cker). Sac­cha­rase spaltet Sac­cha­rose (Kris­tall­zu­cker) zu Glukose und Fruk­tose (Frucht­zu­cker, ein Ein­fach­zu­cker). Die Spal­tung der Koh­len­hy­drate zu Ein­fach­zu­ckern ist inso­fern von Bedeu­tung, dass nur diese die Darm­wand pas­sie­ren und somit vom Hund auf­ge­nom­men werden können.

Beson­ders zu erwäh­nen ist noch das Alpha-Limit-Dextrin. Es ent­steht bei der Spal­tung von Amy­lo­pek­tin durch Alpha-Amylase. Bei Amy­lo­pek­tin handelt es sich um den Haupt­be­stand­teil pflanz­li­cher Stärke (70 bis 80%), den Rest macht der Mehr­fach­zu­cker Amylose aus. Während die Amylose zu Maltrose/Maltotriose gespal­ten und anschlie­ßend durch die Maltase zu Glukose umge­wan­delt und vom Darm in dieser Form auf­ge­nom­men wird, ist das Amy­lo­pek­tin unver­dau­lich. Das bei Enzym­kon­takt ent­ste­hende Alpha-Limit-Dextrin ist auf mole­ku­la­rer Ebene stark ver­zweigt und nicht weiter ver­dau­bar ist. Da es als Mehr­fach­zu­cker die Darm­wand nicht pas­sie­ren kann, wird es aus­ge­schie­den.

Enzyme der Darmschleimhaut

Neben den Enzymen in den ein­zel­nen Ver­dau­ungs­säf­ten kommen auch Enzyme in den Ent­e­ro­zy­ten, das heißt den Zellen der Darm­schleim­haut, vor. Sie wirken hier vor allem direkt im Bürs­ten­saum, das heißt den Aus­stül­pun­gen der Darm­schleim­haut­zel­len zum Darm­in­ne­ren hin, sowie direkt inner­halb der Zellen. Die soge­nann­ten Ami­no­pep­ti­da­sen bauen Pro­te­ine zu ein­zel­nen Ami­no­säu­ren ab, die bereits genannte Laktase spaltet Koh­len­hy­drate zu Glukose (ein Ein­fach­zu­cker) und Galak­tose (ein Ein­fach­zu­cker), Maltase spaltet Koh­len­hy­drate zu Glukose, Sac­cha­rase spaltet Koh­len­hy­drate zu Glukose und Fruk­tose (Frucht­zu­cker).

Bakteriell gebildete Enzyme

Der Bak­te­ri­en­be­satz des Darmes bildet eben­falls Enzyme, welche vor allem im Dick­darm, aber auch im Dünn­darm wirksam werden. Beson­ders die koh­len­hy­drat­spal­ten­den Enzyme sind hier zu nennen. Vor­wie­gend die Zel­lu­la­sen und Pek­ti­na­sen spalten Koh­len­hy­drate auf, die die kör­per­ei­ge­nen Enzyme des Hundes bisher nicht zerlegen konnten. Beide sind unter anderem für den Abbau pflanz­li­cher Zell­wände zustän­dig, der ander­wei­tig für den Hund nicht möglich wäre. Man ver­mu­tet, dass bak­te­ri­ell gebil­dete Enzyme auch Koh­len­hy­drate und Pro­te­ine voll­stän­dig abbauen können, die im Dünn­darm nur anver­daut werden konnten.

Die eiweiß­spal­ten­den Enzyme bak­te­ri­el­ler Her­kunft haben zwei­er­lei Funk­tion: Sie bauen zum einen Pro­te­ine ab, die im Dünn­darm nicht voll­stän­dig gespal­ten werden konnten. Zum anderen zer­set­zen sie kör­per­ei­gene Pro­te­ine, die mit den Ver­dau­ungs­säf­ten in den Darm gelangt sind. Während der Pro­tein­ab­bau durch kör­per­ei­gene Enzyme als letztes End­pro­dukt Ami­no­säu­ren auf­weist, können bak­te­ri­elle Enzyme diese noch weiter zer­set­zen. Sie bilden dadurch zum Bei­spiel Ammo­niak und Schwe­fel­was­ser­stoff.

Bakterienbesatz

Vom Magen bis zum Dick­darm hin enthält der gesamte Ver­dau­ungs­ka­nal des Hundes einen mehr oder weniger großen Bak­te­ri­en­be­satz. Während im Magen noch recht wenige zu finden sind, sind im Dick­darm bis zu 100 Mil­li­ar­den Bak­te­rien pro Gramm zu finden. Die Zahl steigt also vom Anfang bis zum Ende des Ver­dau­ungs­ka­nals stetig an. Es sind sowohl aerobe (sauer­stoff­ver­brau­chende) bezie­hungs­weise fakul­ta­tiv aerobe (sauer­stoff­to­le­rante) als auch anae­robe (ohne Sauer­stoff lebende) Bak­te­rien zu finden. Dabei nimmt die Zahl letz­te­rer im Verlauf der Darm­pas­sage stetig zu, sodass sie im Dick­darm die Anzahl sauer­stoff­ver­brau­chen­der Bak­te­rien über­stei­gen.

Zwi­schen den Darm­bak­te­rien und dem Hund als ihrem Wirt besteht eine soge­nannte Eubiose, das heißt ein aus­ge­wo­ge­nes Gleich­ge­wicht zwi­schen Bak­te­rien und Wirt. Als erster Aus­gleichs­me­cha­nis­mus für die Eubiose gilt der nied­rige pH-Wert im Magen, welcher von außen ein­drin­gende Bak­te­rien wei­test­ge­hend abtötet. Des­wei­te­ren pro­du­zie­ren die Darm­bak­te­rien soge­nannte Bak­te­rio­zine, das heißt Toxine, die ähn­li­che oder kon­kur­rie­rende Bak­te­ri­en­stämme und andere Mikro­or­ga­nis­men in ihrem Wachs­tum hemmen oder sogar abtöten können. Immun­glo­bu­line, Enzyme, Galle sowie die Mus­kel­tä­tig­keit des Darms selbst (Peris­tal­tik) hemmen ebenso die Aus­brei­tung uner­wünsch­ter Bak­te­rien im Darm.

Im Darm des Hundes natürlich vorkommende Bakterien

Wie bereits erwähnt, unterscheidet man zwi­schen (fakul­ta­tiv) aeroben, das heißt sauer­stoff­ver­brau­chen­den und sauer­stoff­to­le­rie­ren­den, sowie anae­ro­ben, das heißt ohne Sauer­stoff leben­den Bak­te­rien. Zu den im Ver­dau­ungs­ka­nal natür­lich vor­kom­men­den (fakul­ta­tiv) aeroben Bak­te­rien beim Hund gehören Bak­te­rien der Familie Ent­er­o­bac­te­ri­aceae sowie jeweils mehrere Spezies der Gat­tun­gen Strep­to­coc­cus, Sta­phy­lo­coc­cus, Cory­ne­bac­te­rium, Bac­il­lus und Pseu­do­mo­nas.

Zu den anae­ro­ben Bak­te­rien zählen ver­schie­dene Spezies der Gat­tun­gen Bac­te­ro­ides, Fuso­bac­te­rium, Clo­s­tri­dium, Eubac­te­rium, Bifi­do­bac­te­rium, Lac­to­ba­c­il­lus sowie Peptost­rep­to­coc­cus. Die genann­ten (fakul­ta­tiv) aeroben sowie anae­ro­ben Bak­te­rien kommen alle im Duo­de­num (Zwölf­fin­ger­darm), Ileum (Teil des Dünn­darms) und Kolon (Teil des Dick­darms) vor, ledig­lich die Spezies der Gattung Fuso­bac­te­rium sind nur im Ileum und Kolon zu finden. Die Anzahl aller Bak­te­rien steigt vom Duo­de­num bis hin zu Kolon, teil­weise auf Werte über eine Mil­li­arde

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8 Kommentare

  1. Vera Hoheisel

    Hallo
    Meine Boxerhündin 3 Jahre wird seit 2 Jahren gebarft. Seit einigen Wochen würgt sie immer nach dem Fressen, aber nur abends. Morgens ist alles ganz normal. Ich hatte ihr mal eine Zeit lang Basenpulver in Futter getan da war dann alles wieder gut, aber ich weiß nicht ob das auf Dauer gut ist. Sie ist Allergiker und verträgt keine Kohlenhydrate nur Geflügel und Feldsalat. Laut Ernährungsberatung ist ihr Futter iOK. Was kann ich noch tun?
    Gruß Vera

    • Vitaler Hund

      Hallo Vera,

      was heißt denn würgen? Rückwärts niesen? Trockenes Würgen? Erbrechen?
      Was sagt denn der Ernährungsberater zu Basenpulver? Oder einem Präparat wie Ulcogant? Ich würde das mal mit ihm und dem Tierarzt absprechen. Und vielleicht das ganze Problem dort nochmal ansprechen, denn direkt nach dem Fressen würgen deutet darauf hin, dass das Fressen nicht vertragen wird. Wurde denn mal die Bauchspeicheldrüse untersucht? Bekommt sie morgens etwas anderes als abends zu fressen?
      Für weitere Fragen würde ich Sie gerne an unser Forum verweisen, dort antwortet es sich besser als hier im Kommentar ;).

  2. Gabriele Lang

    meine Labrador-Schäfermix Hündin 11 Jahre wird seit ca. 5 Jahren bekocht, erst mit Buchweizen und Hirsch, das hecheln war weg (Happy dog Afrika vorher GEflügelfett hochallergisch und Spuren darin enthalten ohne Deklaration), seit Jahren HIrschgulasch je 3 mal 3 Stück, ca. 350 g (sie wiegt 30 kg) . Dann fing sie nach Umstellung auf Dosenfleisch das Hecheln an, und vorher shon durch mehr Fleisch und Kartoffeln kriegt sie seit 1 Jahr dazu, sonst nichts außer seit neuem Karotten und FEnchel ausgepresst sonst Durchfall, dann 1/4 B-Komplex (auf eine niedriger Blutdruck von Nikotinsäure vermutlich), evt. die Clostridien perfringens URsache in VEbindung mit viel Fleisch? Nach AMoi Clostridien noch 2 Kreuz da (vorher 1 Million), aber AP steigt ständig jetzt 922 und LDH stieg auch wieder, der von 545 auf 150 unter Antibiose sank.
    Damals (schon am 4. Tag b)lutiger Urin durch zuviel Säure (IGPro DC brennt gleich auf der Zunge!), dann Kartoffeln – besser anfangs (Calcium vertrug sie nicht damals – jetzt womöglich auch nicht aber sie ist nicht mehr dadurch Inkontinent und ich darf nicht mehr als 1 gramm reingeben). Sie letzten Wochen hechelte sie 2 Wochen – habe Vollmers Rentier Trockenfutter und Aras Trockenfutter gegeben – aber die INfektion kam woher (CRP 115,5 CK 462 sank am 4. Tag AMoxy auf 155, die Eos waren immer 9 die sind jetzt 3 seit Antibiose und Ente 4,6, gewesen, durch Antibiotika lief sie dann nach 8 Tagen wieder und Entzündungswerte sanken aufs Normale nicht die AP und LDH steigt auch wieder anauf 490 am 7. 10. sie ist auch beim GEhen müde schwach oder hat auch Schmerzen? Wie bekomme ich ihren URinph basischer und gibt es ohne NIkotinsäure B-Vitamine ohne Konservierungsstoffe ohne Sojaöl, ohne Sonnenblumenöl.. g

    • Vitaler Hund

      Hallo Frau Lang,

      leider fällt es mir schwer, Ihrem Geschriebenen zu folgen. Vielleicht könnten Sie die Frage noch einmal etwas strukturierter im Forum unter vitaler-hund-forum.de stellen?

      Vielen Dank und alles Gute!

  3. Hallo, folgendes wollte ich einmal darlegen : habe eine 13 jahre alte Yorkshere Hündin , die seit 4 Monaten an Gewichtsverlust leidet , Darmparasiten wurden gefunden sofort Wurmkur. Danach stellte sich wässriger Durchfall ein mit kleinen schleimigen Beimengungen und kleinen rötlichen Einkapselungen…Der Tierarzt hat bist heute 350 EUR bekommen für Röntgen gesamte Regionen des Bauchraumes, Ultraschall und nun eine spezielle Kotuntersuchung wegen evtl.Verdacht auf Bakterien, Viren,,,weil dieses Tier ganz schlecht frißt und nu Wasser als Kot absetzt. Also alles negativ und heute liegt er ganz sicher im Sterben.. Der TA meinte es könnte noch ein Karzinom im DD sein,,,ja und nun ??? dazu ist es zu spät zu schauen,,und zu alt bestimmt. Nur hat man was übersehen ??? l

    • Vitaler Hund

      Hallo und erstmal mein Beileid.

      Leider kann ich in keiner Weise sagen, was die Ursache hierfür sein könnte. Ich kann Ihnen lediglich raten, umgehend eine Tierklinik aufzusuchen. Es klingt, als käme da etwas aus dem Darm mit (Blut oder Gewebe vielleicht bei roten Kapseln). Wenn der Haustierarzt nicht weiter kommt, hilft nur noch die Klinik. Einige davon haben 24 Stunden offen. Eine solche würde ich in der Umgebung suchen und den Hund direkt dorthin bringen. Selbst wenn es nur zum Einschläfern ist.

      Alles Gute!

  4. Ich habe eine 11 jährige altdeutsche Schäferhündin, die stark übersäuert . Mein Hund hat IBD und bekommt von Royal canin das hyperallergenic. Vielleicht können Sie mir einen Rat /Tipp geben.
    Vielen Dank für Ihre Bemühungen .
    M. f. Gr.
    A. Marin

    • Vitaler Hund

      Hallo,

      nur zur Absicherung: Mit IBD meinen Sie die Inflammatory Bowel Disease? Existiert dafür ein tierärztlicher Behandlungsplan? Ich bin sicher, Sie haben inzwischen schon einiges darüber gelesen, aber vielleicht hilft Ihnen diese Seite noch weiter? http://www.cibdai.de/behandlung.html

      Das Übersäuern kenne ich leider zu gut. Ich nehme an, der Hund erbricht Magensaft, wenn er zu lange nichts frisst, am ehesten morgens? Wie oft am Tag und wann füttern Sie denn? Ich würde so viele kleine Mahlzeiten wie möglich füttern, abends so spät wie möglich und morgens so früh wie möglich.

      Alles Gute!

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