Körbchen / Blog / Schadet unsere Zeit am Smartphone der Beziehung zu unseren Hunden?
Hund liegt draußen dahinter eine Frau, die auf ihr Handy schaut

Schadet unsere Zeit am Smartphone der Beziehung zu unseren Hunden?

Pädagogen bemängeln es im Bereich der Kindererziehung schon lange: Nutzen Eltern ihr Smartphone zu intensiv, fühlt sich der Nachwuchs vernachlässigt, kommt vielleicht wirklich zu kurz. Es wird sich nicht mehr so viel mit den Kindern beschäftigt wie früher. Dieses Thema könnte auch für Hundehalter interessant sein. Denn überlegen wir mal: Wenn unsere Handys unser Verhalten unseren Kindern gegenüber verändern, was für einen Einfluss haben sie dann auf unsere Beziehung zu unseren Hunden?


Der beste Freund des Menschen

Hund und Mensch haben eine Beziehung zueinander, die ihresgleichen sucht. Sie scheint anders zu sein als die Beziehung zu anderen Tieren, inniger und enger. Das hat im Lauf der Zeit zu vielen Anpassungen geführt, die es möglich machen, dass Zwei- und Vierbeiner ein so eingespieltes Team sind. Nicht umsonst nennt man Hunde die besten Freunde des Menschen.

Unter anderem lesen Hunde besonders aufmerksam die Körpersprache von uns Menschen. Sie erkennen sogar, ob wir die Augen offen haben und Blickkontakt zu ihnen suchen. Wenn wir nun immer öfter auf unsere Smartphones schauen, fühlen sich unsere Hunde vermutlich auch immer öfter ignoriert.

Einflüsse auf die Stimmung?

Wie würden wir uns fühlen, wenn unser Gegenüber uns ständig ignorieren würde? Ich bin sicher, Verhaltenstherapeuten hören oft von diesem Thema. In zwischenmenschlichen Beziehungen wird das Handy immer öfter als Problem angesehen. Es lenkt ab. Schnell ist man mit den Gedanken woanders und bekommt nicht mit, wovon der andere gerade spricht. Schaut ihn nicht an. Und eben das macht sicher auch unseren Hunden zu schaffen. Natürlich kann ein Hund nicht immer Aufmerksamkeit bekommen, wenn er sie gerade braucht. Aber das Smartphone nimmt ihm zusätzlich Zeit weg – neben Arbeit, Kindern, Familie, Hobbys, Haushalt und sonstigen Dingen des Alltags.

Besonders auffällig ist das bei Spaziergängen. Manche Hundehalter sind heute mehr mit ihrem Handy als mit ihrem Hund beschäftigt, wenn sie mit ihm draußen sind. Dabei sollten die gemeinsamen Gassirunden DIE Quality-Time für den Hund sein. Ich bemerke es ja bei mir selbst auch: Das Handy klingelt beim Spaziergang, schnell ein Blick drauf geworfen: War es was Wichtiges?

Ist das Smartphone wirklich so wichtig und kann nicht warten?

Und dann ärgere ich mich über mich selbst. Denn zu 99 Prozent war es nichts, was nicht bis nach dem Spaziergang hätte warten können. Diese Zeit ist Zeit für meinen Hund und mich, in der wir beide uns entspannen, abschalten und bewegen können. Wieso lassen wir Menschen uns das von einem Handyklingeln verderben?

Vielleicht sollten wir Hundehalter unseren Hunden und uns selbst zuliebe manchmal das Handy einfach aus der Hand legen und/oder es lautlos stellen. Was spricht schon dagegen? Die Erde wird sich weiterdrehen und die Push-Benachrichtigungen werden auch in einer Stunde noch angezeigt werden. Aber unser Hund wartet das nächste Mal vielleicht nicht darauf, dass wir den Blick heben und ihn streicheln, seinen Ball werfen oder mit ihm toben, sondern wendet sich einfach enttäuscht ab.

Aus anderen Kategorien

ein Teller mit Minipizzen für Hunde

Minipizzen für Hunde

Zutaten für den Pizzateig 18g Haferflocken 1 Ei 1 EL Magerquark 135g Thunfisch im eigenen …

ein Haufen Gulasch

Was ist Barf?

Barf, Barfen oder auch Rohfütterung – dieser Trend in der Hundeernährung hat viele Namen. Wie …

2 Kommentare

  1. schön geschrieben.
    Ich seh das auch oft, vor allem Frauen, sehen ständig nur auf ihr Handy beim Gassigehen.
    Bei uns steht beim Gassigehen der Hund im Mittelpunkt.

    • Vitaler Hund

      Hallo Petra,

      danke für deinen Beitrag. Und schön zu lesen, dass ihr euch beim Spaziergang so mit eurem Hund beschäftigt :).

      Liebe Grüße

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.